Wirsol Roof Solutions realisiert ein kommunales Pacht- und Investitionsmodell mit Photovoltaikanlagen für Eigenverbrauch und Einspeisung

Mühlhausen/Waghäusel.

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Die Gemeinde Mühlhausen im Rhein-Neckar-Kreis setzt bei der Energiewende auf umweltfreundliche Stromerzeugung. Auf dem Dach des Bauhofs der Gemeinde im Kraichgau erzeugen daher nun zwei Photovoltaikanlagen erneuerbare Energie. Damit erzeugt die Kommune einen Teil ihres benötigten Stroms selbst und unterstützt durch Einspeisung die regionale Ökostromproduktion.

Wirtschaftlich beschreitet die Gemeinde einen innovativen Weg mit einem Modell, das Eigenverbrauch und Verpachtung kombiniert. Eine Anlage wird von der Kommune selbst für die Deckung des eigenen Strombedarfs eingesetzt. Die Investition für diese eigene Anlage wird über das Pachtmodell für die Dachfläche finanziert. Die Dachfläche für die zweite Anlage, die den produzierten Strom ins öffentliche Netz einspeist, wurde an den Investor verpachtet. Dadurch erhält die Kommune verlässlich gleich hohe Einnahmen und die Gemeindekasse profitiert von Kosteneinsparungen durch die um die Eigenstromerzeugung reduzierten Stromkosten.

Wirsol Roof Solutions, Spezialisten für Photovoltaik-Großdachanlagen, haben die Photovoltaikanlagen auf einer Fläche von 1.040 Quadratmetern installiert. Insgesamt wurden 612 Solarmodule verbaut. Die avisierte Leistung der kleineren der beiden Anlagen liegt bei 9,69 kWp und der spezifische Ertrag bei circa 9.800 Kilowattstunden im Jahr. Mit dieser kommunalen Anlage soll die größtmögliche Eigenversorgung des Bauhofs Mühlhausen mit erneuerbarer Energie gewährleistet werden. Mehr als die Hälfte des produzierten Stroms wird für den Eigenbedarf nutzbar sein. Die restliche Menge wird in das Stromnetz eingespeist. Bis zu 5.879 kg CO2 können mit der Photovoltaikanlage jährlich eingespart werden.

Mit der Verpachtung der Dachfläche für die größere der beiden Photovoltaikanlagen wird die Investition in die eigene PV-Anlage finanziert. Mit dieser Anlage lassen sich jährlich fast 103 Tonnen CO2 einsparen. Sie erreicht eine Spitzenleistung von 164,73 kWp und einen spezifischen Jahresertrag von 171.646 Kilowattstunden.

Das Pacht- und Investitionsmodell von Wirsol Roof Solutions lässt eine klassische Win-win-Situation für die Beteiligten entstehen. Die Kommune kann ohne hohe Kosten in lokale, ökologische Stromerzeugung investieren und damit ihren eigenen Strombedarf zu einem erheblichen Teil decken. Der Investor erhält eine passende Fläche für seine wirtschaftliche Anlageninvestition. Gemeinsam bringen die Partner die Energiewende vor Ort weiter voran.

Die Leistung der Anlagen und aktuelle Stromproduktion in Mühlhausen können künftig auch auf einem öffentlich zugänglichen modernen Bildschirm verfolgt werden. Die Anlagen sind darüber hinaus auf künftige neue Entwicklungen in der Kommune vorbereitet. „Zukünftig lässt sich über die Anlagen auch eine erhöhte Nachfrage nach Elektromobilität bedienen und es können beispielsweise Ladesäulen für Elektrofahrzeuge angebunden werden“, erläutert Johannes Groß, Vertriebsleiter der Wirsol Roof Solutions.

Gemeinde als Vorreiter der Energiewende

Bürgermeister Jens Spanberger macht deutlich, dass mit der Fertigstellung der PV-Anlagen auf dem Dach des Bauhofs ein weiterer Schritt zur Umsetzung des in einem bürgerschaftlichen Prozess erarbeiteten Klimakonzepts getan wurde: „Der Klimaschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, der sich Verwaltungen und Bürger in unseren Städten und Gemeinden stellen müssen. Daher setzt sich die Gemeinde Mühlhausen aktiv mit dem Thema auseinander und trägt ihren Anteil zur Energiewende bei.“

Der Ausbau von Photovoltaikanlagen auf kommunalen Liegenschaften ist Teil des Maßnahmenkatalogs im integrierten Klimaschutzkonzept der Gemeinde, welches alle klimarelevanten Bereiche umfasst und als strategische Entscheidungsgrundlage und Planungshilfe für die Klimaschutzaktivitäten in Mühlhausen dient. Zur dauerhaften und effektiven Senkung der Treibhausgasemissionen und Energiekosten in kommunalen Liegenschaften wurde dort unter anderem die bevorzugte Nutzung erneuerbarer, möglichst regionaler Energien festgelegt.

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